Der Freiburger Bachchor

Der Freiburger Bachchor ist ein Chor in freier Trägerschaft. Im Wintersemester 1943/44 als Studentenchor aus einer Aufführung der Bach'schen Matthäuspassion im Freiburger Münster hervorgegangen, entwickelte sich das Ensemble nach dem Krieg unter seinem Gründer und langjährigen Leiter Theodor Egel (1915-1993) sehr bald nicht nur zu einer prägenden Institution des Kulturlebens seiner Heimatstadt und der Region, sondern erregte auch großes Aufsehen bei zahlreichen Konzerten im europäischen Ausland und in den USA. Ab 1983 hatte Hans Michael Beuerle (1941-2015) die Leitung des Freiburger Bachchores inne. Dieser führte die anspruchsvolle Tradition des Ensembles fort und erweiterte dessen Repertoire und Aktionsradius. 2015 übernahm Wolfgang Schäfer übergangsweise die Leitung des Freiburger Bachchors, seit 2016 ist Hannes Reich künstlerischer Leiter des Freiburger Bachchors.

Neben den Aufführungen in Freiburg und in der Region konzertiert der Chor auch weiterhin regelmäßig im Ausland. Insbesondere entwickelte sich ein reger Kontakt zu Chören in Freiburgs Partnerstädten. Vorläufiger Höhepunkt dieser Kontakte war im November 2007 eine Aufführung von Beethovens "Neunter" zusammen mit Chor-Delegationen aus allen neun Partnerstädten Freiburgs. Aus dem daraus erwachsenen internationalen Chor-Netzwerk entwickelten sich weitere Projekte wie Aufführungen des Brahms-Requiems in Padua (2009) und Granada (2011), Berlioz' "La Damnation de Faust" in Freiburg und Besançon (2009) sowie Mendelssohns "Lobgesang" in Freiburg und Padua (2010). Im Rahmen des Jubiläums der 25-jährigen Städtepartnerschaft Freiburg-Matsuyama sang der Bachchor Matsuyama zusammen mit dem Freiburger Bachchor die "Messe in h-Moll" von J. S. Bach in Freiburg (2013) und Händels "Messiah" in Matsuyama (2014).